Eier ausblasen: So wird es ein sicheres Vergnügen

Der Klassiker zu Ostern: Ausblasen und Bemalen von Eiern.

Ostern mit Kindern – das heißt automatisch auch Eier bemalen. Doch bevor es kreativ wird, ist erstmal Fingerspitzengefühl gefragt, beim Eier ausblasen. Mit ein paar Tricks geht es ganz einfach – und vor allem sicher, denn rohe Eier enthalten oft auch Salmonellen und sollten deshalb mit besonderer Vorsicht behandelt werden. Wir haben die wichtigsten Tipps – und auch Ideen, was Sie am Ende mit dem ganzen Eierinhalt anfangen können.

Was ist das Sicherheitsrisiko beim Eier ausblasen?
Salmonellen kommen besonders auf der Schale, vereinzelt auch im Ei vor. Und das kindliche Immunsystem ist besonders anfällig für Salmonellen. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung erkranken jedes Jahr mehr als 10.000 Menschen in Deutschland an Salmonellose, die meistens mit heftigen Durchfällen, aber auch Erbrechen und Kopfschmerzen einhergeht. Wirklich gefährlich kann Salmonellose für Kleinkinder unter fünf Jahren werden, weshalb zumindest auf das Eier ausblasen mit ihnen besser verzichtet werden sollte.

Was macht das Ausblasen sicherer?
Gründliches Abwaschen der Eier ist Pflicht. Auch die Hände und die verwendeten Werkzeuge sollten häufig gewaschen werden. Am besten aber ist, gar nicht erst mit den Mund auf der Eierschale aufzusetzen, sondern sich mit einem Strohhalm zu helfen. Inzwischen gibt es im Handel auch schon kleine Sets mit Blasebalgen, die das Eier ausblasen kinderleicht machen.

Was tun, wenn das Eigelb nicht herauskommen will?
Am besten mit einer langen Nadel, einer dünnen Stricknadel oder einem Fleischspieß das Eigelb mit dem Eiweiß vermischen, dann lässt sich alles leichter herauspusten.

Wie werden die Eier von innen sauber?
Am einfachsten ist es, die ausgeblasenen Eier in eine lauwarme Seifenlauge zu tauchen, bis sie sich etwa halb mit Wasser gefällt haben. Dann mit Daumen und Zeigefinger die Löcher zuhalten, schütteln – und das Wasser-Ei-Gemisch wieder ausblasen. Nach Belieben wiederholen, fertig.

Woran kann ich frische Eier erkennen?
Damit die Eier ein sicherer Genuss sind, sollten sie natürlich frisch und gut gelagert sein. Das Mindesthaltbarkeitsdatum gibt einen guten Anhaltspunkt. Wer Zweifel hat, kann die Eier auch in kaltes Wasser tunken. Gehen sie unter, sind sie frisch. In verdorbenen Eiern bildet sich eine Luftblase, die sie oben schwimmen lässt.

Was muss ich bei den Farben beachten?
Am besten eignen sich natürlich Ostereierfarben. Dabei handelt es sich um ungiftige Lebensmittelfarben. Wer nicht unbedingt auf den Eiern malen, sondern sie nur einfärben will, ist auch mit natürlichen Farben wie dem Sud aus Zwiebelschalen, Spinat oder Rote Beete gut beraten (hier gibt’s gute Tipps).

Wohin mit dem Inhalt der vielen Eier?
Zum Eier ausblasen und bemalen gehört immer auch Kochen und Backen dazu. Natürlich eignen sich nur Rezepte, bei denen keine getrennten Eier gefragt sind. Oft soll’s außerdem schnell gehen, schließlich ist ja schon viel Zeit beim Bemalen vergangen. Deshalb hier das denkbar einfachste und doch leckere Kuchenrezept, der 5-Minuten-Nusskuchen: 10 Eier mit 200 Gramm Zucker schaumig rühren, 400 Gramm gemahlene Haselnüsse oder Mandeln unterrühren, in eine Kasten- oder Springform geben und bei 200 Grad ca. 50 Minuten lang backen.

Oder Sie machen ganz klassische Eierwaffeln: Dazu 200 Gramm zerlassene Butter (nicht zu heiß) mit 50 Gramm Zucker und zwei Packungen Vanillezucker schaumig rühren, nacheinander 5 Eier und 200 Gramm Mehl und einen Schuss Milch unterrühren, bis zur typisch-sämigen Konsistenz. In kleinen Klecksen ausbacken.

Wer die Nase voll von Süßem hat, macht aus dem Eierüberschuss einfach Rührei oder ein leckeres Bauernfrühstück: Dazu in der Pfanne erst Zwiebeln und gekochte, geschnittenen Kartoffeln anbraten, reichlich Eier untermischen und nach Geschmack mit sauren Gurken und ewürfeltem Speck abrunden. Wer es das Ganze auflockern will, gibt noch etwas Mineralwasser mit hinzu.

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