Kaki, Guave und Drachenfrucht: Keine Scheu vor den Exoten!

Kaki, Guave und Drachenfrucht. Keine Scheu vor den Exoten.

Wer seinen Obstsalat einen exotischen Kick verleihen möchte, braucht längst nicht mehr nur zu Orangen und Bananen zu greifen. Auch andere Früchte veredeln Desserts und entführen für ein paar Minuten in den sonnigen Süden. Wir stellen hier Kaki, Guave und Drachenfrucht vor, die nicht nur mit einem besonderen Geschmack locken, sondern auch wertvolle Vitamine liefern. Die Exoten sind in jedem größeren Supermarkt oder beim Obsthändler erhältlich und gar nicht so teuer, wie man vermutet.

Guave – der süß-saure Obstgenuss
Guave-vitesca-blog-adobe-stockVon außen erinnert die Guave eher an ein übergroßes Ei. Schneidet man die gelblich-grüne Frucht durch, so überrascht sie jedoch mit ihren inneren Werten. Das orange-rote Fruchtfleisch verströmt einen unvergleichlich süßlichen Geruch. Die Konsistenz der Guave gleicht einer reifen Tomate, da sie ebenfalls harte Kerne besitzt, die um das Fruchtfleisch herum gruppiert sind. Die Kerne sind jedoch essbar und müssen vor dem Verzehr nicht entfernt werden. Der Geschmack der Guave kommt dem einer reifen Birne nahe, hat jedoch säuerlichere Nuancen. Oft peppt die Guave Multivitaminsäfte auf und bringt Exotik ins Glas.

Ursprünglich kommt die Guave aus Mittel- und Südamerika und wächst auf einem Baum, der wie Muskatnuss und Gewürznelke zu den Myrtengewächsen zählt. Etwa 150 verschiedene Guavenarten, die sich in Größe und Farbe unterscheiden gibt es. Die Sorte, die bei uns in den Handel kommt, hat jedoch Früchte mit etwa 8 Zentimetern Durchmesser und lachsfarbenes Fruchtfleisch. Einst wurde der Guavenbaum von den Inkas kultiviert, heute finden sich jedoch Guavenplantagen in zahlreichen Ländern mit tropischem und subtropischen Klima wie Afrika, Brasilien oder Indien.

Besonders praktisch: Nicht nur das Fruchtfleisch mit Kernen, sondern auch die Schale der Guave ist essbar. Gleich nach dem Waschen kann das Obst roh verzehrt werden. Auch Obstsalate und Smoothies bekommen durch die Guave mehr Abwechslung. Püriert mit etwas Zucker wird aus der Guave eine exotische Fruchtsoße für Puddings oder Eis. Auch ihre Inhaltsstoffe können sich sehen lassen. Mit 200 Gramm Ascorbinsäure pro 100 Gramm Frucht ist ihr Vitamin-C-Gehalt deutlich höher als bei einer Orange.

Kaki – gesunde Süßigkeit für Kinder
Kaki-vitesca-blog-adobe-stockWie eine orangene Tomate sieht die Kaki aus, hat aber außer der Form mit unserem heimischen Gemüse nichts gemeinsam. Ursprünglich kommt sie aus China und ist auch heute in Asien sehr beliebt. In Japan gilt sie sogar als Nationalfrucht. Kakifrüchte, die in Deutschland erhältlich sind, werden überwiegend in Israel angebaut. Das Land ist Hauptproduzent einer Sorte mit Namen Sharon. Andere Länder, die Kakis kultivieren, sind China, Korea und die USA.

Das zarte Fruchtfleisch der reifen Kaki schmeckt sehr süß und duftet stark aromatisch. Die Kaki eignet sich deshalb hervorragend, um Desserts auf natürliche Weise zu süßen. Das satte Orange ist auf jedem Dessertteller ein toller Augenschmaus. Sie macht aus Nachspeisen wie Joghurtmousse oder Quarkcremes ein exotisches Dessert. Schneidet man das obere Ende der Kaki ab, kann man die Frucht auch roh genießen und wie in einen Apfel reinbeißen. Unser Tipp: Wer ein bisschen Exotik auf den Frühstückstisch bringen möchte, kann aus der Kaki-Frucht eine himmlisch-süße Konfitüre zubereiten.

Die Farbe der Schale ist jedoch nicht unbedingt ein Garant für Reife. Ist die Frucht zu reif, kann das Fruchtfleisch eine sehr klebrige Konsistenz haben. Nichts falsch machen kann man jedoch mit unbeschädigten Früchten, deren Schale auf leichtem Druck nachgibt. Mit ihrer Süße ist die Kaki vor allem für Kinder eine tolle Alternative zu Süßigkeiten. Die Frucht versorgt die kleinen Schleckermäuler nämlich mit wertvollen Vitaminen. So ist die Kaki reich an Vitamin A, enthält Kalium und Vitamin C.

Drachenfrucht – Knallpink und erfrischend
Drachenfrucht-vitesca-blog-adobe-stockMit ihrer pinken Schale ist die Drachenfrucht schon in der Obstauslage des Supermarkts ein Hingucker. Auch zuhause macht sie sich toll auf dem Nachtischbuffet bei der Dinnerparty. Sie dient dabei jedoch nicht nur zu Dekorationszwecken. Ihr Fruchtfleisch, das je nach Sorte weiß oder rosa ist, hat einen erfrischenden Geschmack. Beim Erhitzen geht ihr Aroma verloren, so dass man sie besser kalt genießt. Dazu die Frucht aufschneiden und das weiche Fruchtfleisch wie bei einer Kiwi auslöffeln. Die gesamte Frucht ist von Kernen durchzogen, die man mitessen kann.

Die harte Schale ist jedoch ungenießbar. Mit ihrem schuppigen Äußeren erinnert die Schale des Exoten an einen Kaktus. Tatsächlich stammt die Drachenfrucht aus der Familie der Kakteengewächse. Andere assoziieren mit der schuppigen Schale die Haut eines Drachen, daher der Name Drachenfrucht. Sie wird auch Pitahaya oder Pitaya genannt und hauptsächlich in Mittelamerika, China, Vietnam und Israel angebaut. Die Drachenfrucht kann bis zu 500 Gramm schwer werden und ist ein echter Durstlöscher, denn sie besteht fast zu 90 Prozent aus Wasser. Daneben enthält sie Eisen, Kalzium und Phosphor und die Vitamine E und C: Ideal für einen erfrischenden Smoothie zum Frühstück oder als Grundlage für einen pinken Frucht-Cocktail auf der nächsten Party.

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