Grütze, Karpfen und Pudding – so schmeckt Weihnachten bei unseren Nachbarn

Europäische Weihnachtsgerichte - vitesca chillzeit

Es muss ja nicht immer Gänsebraten sein – wir haben mal geschaut, was in anderen Ländern Europas zu Weihnachten auf den Teller kommt.

Na klar, gutes Essen gehört zur Weihnachtszeit dazu. Gerade an den Feiertagen darf es auch gern traditionell sein. In vielen Familien wird am 24. Dezember Kartoffelsalat mit Würstchen serviert, am ersten und zweiten Weihnachtstag dann Gänsekeule oder Wild.

Außerdem wird Stollen gebacken und Glühwein getrunken. Bei Ihnen auch? Oder servieren Sie etwas anderes? Vielleicht Weihnachtsgrütze wie die Dänen? Oder Karpfen wie die Tschechen? Wir haben mal über die Landesgrenzen geschaut und nach den kulinarischen Weihnachtstraditionen gefragt.

Die Dänen beginnen ihr Weihnachtsfest mit einem ausgiebigen Essen im Kreis der Familie, dazu gibt es Gløgg (eine Art Glühwein) und Julebryg (ein Weihnachtsbier). Zum Essen gehört die Weihnachtsgrütze, in der sich genau eine Mandel befindet. Wer sie auf den Teller bekommt, darf sich über ein weiteres Geschenk freuen.

Etwas anders wird der Heilige Abend in Polen gefeiert. Hier wird erst gemeinsam gegessen, wenn der erste Stern am Himmel steht – dann darf aber richtig zugegriffen werden. Zwölf Gerichte in Erinnerung an die zwölf Apostel stehen auf dem Tisch. Für überraschenden Besuch wird immer ein zusätzliches Gedeck aufgelegt. Außerdem werden in Polen Oblaten mit einem bunt bedruckten Heiligenbild zu Weihnachten getauscht und geteilt.

In Tschechien weiß jedes Kind, dass es zu Heiligabend Karpfen gibt. Schon Tage vor Weihnachten werden die Fische in großen Bottichen auf den Märkten angeboten.

Ganz ähnlich wie in Deutschland wird auch in Österreich gefeiert, je nach Region gibt es Bratwürstel mit Erdäpfelsalat, Karpfen oder eben ein Weihnachtsganserl. In der Schweiz gibt es kein typisches Weihnachtsessen, aber reichhaltig darf es sein und gern mit Fleisch.

Die Franzosen hingegen bleiben ihrem Ruf als Gourmets auch in der Weihnachtszeit treu. Austern, Hummer, Schnecken oder Truthahn mit Walnüssen werden zum „Réveillon“ aufgetischt. Ganz besonders wichtig ist der Nachtisch. In vielen Familien gibt es eine Art Kuchen, der wie ein Holzscheit aussieht, „buche de Noel“.

Früher wurde zu Weihnachten ein besonders großes Holzscheit im Kamin verbrannt. Als es immer mehr elektrische Öfen gab, wurde diese Tradition abgewandelt. Auf die Spitze treiben es übrigens die Einwohner der Provence. Dort ist es üblich, zum Nachtisch 13 Desserts zu servieren – als Symbol für das letzte Abendmahl von Jesus und seinen zwölf Aposteln.

In Luxemburg besteht das traditionelle Weihnachtsessen oftmals aus Blutwurst mit Stampfkartoffeln und Apfelsauce – es geht also auch sehr bodenständig.

Und die Engländer essen Truthahn mit Backpflaumen, Äpfeln oder Hack und dazu Plumpudding, auch Christmas Pudding genannt. Eine deftige Angelegenheit mit Nüssen, Trockenobst und Schmalz.

Na, Appetit bekommen? Vielleicht haben Sie ja Lust, in diesem Jahr mal ein wenig zu experimentieren. Oder doch lieber das klassische deutsche Menü? Wir wünschen in jedem Fall viel Spaß beim Kochen – und beim Essen!

 

 

 

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