Von wegen langweilig: So wird Tee für Kinder zum Erlebnis

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Kinder sind ständig in Bewegung. Und Toben, Springen und Rennen machen natürlich durstig. Da ihr Wasseranteil im Körper prozentual höher ist als bei einem Erwachsenen, sollten sie öfters zwischendurch trinken. Der beste Durstlöscher für die Kleinen ist Leitungs- und Mineralwasser. Doch auch Kräuter- und Früchtetee sind laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung geeignete Getränke für Kinder. Im Alltag scheint Tee jedoch nicht zu den Lieblingsgetränken der Kleinen zu gehören. Das dürfte vor allem daran liegen, dass er oft lieblos dargeboten wird. Doch mit ein paar Tricks und Abwechslung bei der Zubereitung lassen sich auch kleine Kritiker für Tee begeistern.

Kräutertee selbst ernten

Wie schafft Mama es, dass der Nachwuchs sich für Tee interessiert? Indem sie die Kinder einfach selbst machen lässt. Kinder sind kleine Forscher, die ihre Welt erkunden möchten. Dabei wollen sie nicht nur verstehen, sondern auch selbst anpacken. Im eigenen Garten oder auf dem Balkon können Kinder ihren eigenen Kräutertee kultivieren. Mit der Hilfe der Erwachsenen pflanzen die kleinen Gärtner Kräuter wie Pfefferminze, Kamille, Salbei, Thymian oder Zitronenmelisse an. Geeignete Pflanzen finden sich in Gartencentern und gut sortierten Supermärkten, wo sie bereits in Töpfen angeboten werden. Sobald sie in ein Beet oder in einem Balkonkasten gepflanzt werden, nehmen die Kräuter schnell an Größe zu. Kindern macht es viel Spaß, sie zu gießen und ihnen beim Wachsen zuzusehen. Eingepflanzte Kräuter bilden stets neue Triebe und können immer wieder geerntet werden. Frisch aufgebrüht schmecken Kräutertees oft sehr mild und sind mit den gekauften Tees nicht zu vergleichen.

Die richtige Zubereitung

Voller Neugier möchten die kleinen Gärtner wissen, was sie hingebungsvoll gepflegt haben. Dazu lässt man sie einige Blätter der Pflanze abschneiden, braust diese unter dem Wasserhahn ab und gibt sie in eine Tasse. Auch verschiedene Kräuter schmecken als selbstgemachte Teemischung. So passt zur kräftigen Minze auch Fenchel oder Kamille. Der Tee sollte immer mit kochendem Wasser zubereitet werden, damit alle Keime abgetötet werden. Anschließend den Kräutertee einige Minuten ziehen lassen, damit er sein Aroma entfalten kann. Den Tee anschließend lieber abgekühlt servieren.

Im Gegensatz zu Erwachsenen bevorzugen Kinder selbst an kühleren Tagen ihren Tee lauwarm. Viele Kinder lehnen Tee nur ab, weil sie ihn einmal zu heiß gekostet haben. Ernährungsexperten empfehlen, den Kräutertee nicht zu süßen. Schon Kleinkinder gewöhnen sich schnell an den süßen Geschmack und möchten nur noch süß trinken.

Welche Teesorte ist optimal?

Kräuter- und Früchtetee sind ideal um den Durst von Kindern zu löschen. Grüner und schwarzer Tee sind dagegen für Kinder nicht geeignet. Sie enthalten Koffein, das Kinder unruhig macht und sogar Herzrasen verursachen kann. Rotbuschtee (auch Rooibostee genannt) ist jedoch koffeinfrei und kann bedenkenlos von Kindern getrunken werden. Er hat von Natur aus einen süßen Geschmack und duftet leicht nach Karamell. Kinder werden deshalb vom Rotbuschtee positiv überrascht sein.

Viele Hebammen empfehlen Fencheltee für Babys, da er besonders mild ist und bei Blähungen helfen soll. Ab einem Alter von 5 Monaten können Babys auch milden Früchtetee trinken, vorher kann die Säure einen
wunden Po verursachen. Größere Kinder können jedoch die gesamte Vielfalt an Früchtetees, Kräutertees oder Hagebuttentees probieren – je abwechslungsreicher desto besser.

Im Handel sind zahlreiche Teemischungen erhältlich, wobei Eltern und Erzieher sich für Teemischungen ohne Zuckerzusatz entscheiden sollten. Einige gekaufte Kräuterteemischungen sind jedoch in Verruf geraten. Das ZDF-Verbrauchermagazin WISO konnte in 5 von 17 getesteten Kräutertees Schadstoffe nachweisen, die nicht von den Teesorten selbst stammten, sondern aus mitgeerntetem Unkraut. Experten raten deshalb, die Teemarke häufiger zu wechseln oder Kräutertee selbst zu züchten.

Eistee und Punsch: Abwechslung in der Tasse

Auf Dauer wird den kleinen Feinschmeckern allerdings jede Teemischung zu langweilig. Mit nur wenigen Zutaten lassen sich Tees jedoch aufpeppen. Abgekühlter Früchtetee wird mit klein geschnittenen Orangen- und Zitronenscheiben in Bioqualität zu einem besonderen Fruchtgenuss. Falls die Kleinen im Sommer sich mit Eistee abkühlen möchten, sollte es nicht die gezuckerte Variante aus dem Supermarkt sein. Eistee lässt sich aus abgekühlten Apfel-und Pfefferminztee schnell selbst zubereiten. Seinen erfrischenden Charakter erhält der Eistee durch die Zugabe von Eiswürfeln, Apfelsaft und Limettenscheiben. Übrigens: Warm und ohne die Zugabe von Eiswürfeln wärmt das gleiche Getränk die Kleinen im Winter.

Kinder freuen sich besonders auf Tee, wenn sie bei der Zubereitung mithelfen dürfen. Der Tee sollte jedoch nur von einem Erwachsenen aufgebrüht werden, um Verletzungen zu vermeiden. Das Mixen der abgekühlten Zutaten können jedoch die Kleinen übernehmen. Letzte Zweifler können oft mit einer kleinen Zeremonie umgestimmt und dem Tee näher gebracht werden. Ein Tee, der in einer hübschen Teekanne mit Gebäck serviert wird, ist für Kinder immer etwas Besonderes. Wenn bei den Kleinsten dann auch noch der Lieblingsteddy an der Teeparty teilnehmen darf, wird Teetrinken zu einem Kinderspiel.

 

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