Hier kommen die Kartoffeln für unser Püree her

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Thomas Butterweck ist Landwirt aus voller Leidenschaft: Er hat sich auf besonders mehlige Kartoffeln spezialisiert. Bis in den November hinein fährt er selbst die Ernte ein. Die hohe Qualität zeigt sich an seiner Kundschaft: Kaum ein Weihnachtsmarkt in NRW, auf dem nicht Kartoffel­puffer aus seinen Knollen serviert werden. Und auch das Kartoffelpüree bei vitesca wäre ohne ihn nicht so lecker.

Wenn es um Agria geht, dann macht Thomas Butterweck niemand etwas vor. Agria, so heißt die Kartoffelsorte, die er auf seinen 68 Hektar Ackerland anbaut. Seit dem 15. Jahrhundert gibt es seinen Familienbetrieb schon, doch erst seit wenigen Jahren hat er sich voll auf Kartoffeln konzentriert. Wobei immer nur ein Drittel der Flächen dafür genutzt werden. “Wegen der Fruchtfolge kann man auf dem gleichen Boden nur alle drei Jahre Kartoffeln pflanzen”, erklärt er. In der Zwischenzeit erholen sich die Böden als Mais- oder Getreideflächen. Dass seine Kartoffeln so gut geraten, liegt daran, dass er genau weiß, was sie brauchen. “Wir tasten uns bewusst nicht an die höchsten Erträge heran, weil das nur durch extreme Düngung geht. Darunter leiden die Kocheigenschaften”, sagt er und verrät auch gleich, woran man überdüngte Kartoffeln erkennt: die laufen nach dem Schälen nämlich blau an.

Ansonsten kommt es für ihn vor allem auf das richtige Wetter an. Genug Regen brauchen die Kartoffeln im Laufe des Jahres, sonst fällt die Ernte nur dürftig aus. “Letztes Jahr hatten wir eine extreme Frühjahrstrockenheit, da mussten wir die Felder künstlich beregnen. Dieses Jahr war das zum Glück nicht nötig.” Überhaupt ist er mit der aktuellen Ernte sehr zufrieden. Wenn die Erntezeit naht, hofft Butterweck dann auf trockene Tage. Bei Nässe sind nämlich die Böden zu schwer und die geernteten Kartoffeln drohen zu faulen.

Wenn das Wetter es zulässt, dann schwingt sich der 64-Jährige morgens um 8 Uhr auf seinen Trecker und fährt auf die Felder hinaus. Zwei Mitarbeiter helfen ihm bei Transport und Lagerung der Ernte. Mit dem Trecker bewegt er ein Wunderwerk der Agrartechnik: Der “Kartoffel-Vollernter” gräbt die Knollen aus, trennt sie vom Kraut und siebt die Erde aus – alles in einem Durchgang. Wenn es gut läuft, kommen an einem einzigen, langen Arbeitstag 100.000 Kilo Kartoffeln zusammen.
Ob das ein gutes Ergebnis ist, hängt aber von den Marktpreisen ab – und die schwanken bei Kartoffeln extrem, erzählt Butterweck. Dieses Jahr war die Ernte üppig, auch bei seinen Kollegen. Entsprechend groß ist das Angebot – und niedrig sind die Preise.

Privat kommen bei den Butterwecks natürlich auch oft Kartoffeln auf den Tisch. Wie er sie besonders gern mag? Gebraten? Püriert? Thomas Butterweck legt sich erst nicht fest. “Eigentlich in jeder Form.” Dann lacht er. “Am liebsten, wenn sie im Schwein stecken.”

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