Lecker, lustig, stärkend: So gehen gute Pausenbrote

Gesundes Pausenbrot

Eingetrocknete Käsebrote, braun verfärbte Apfelspalten: Oft landet das zweite Frühstück im Mülleimer anstatt im Magen. Dabei ist gesunde Stärkung so wichtig, wenn Kindern den ganzen Vormittag gefordert sind. Wir zeigen, wie ein Pausenbrot gesund und lecker wird. Die Zauberformel dazu lautet: Abwechslungsreiches Fingerfood, clever verpackt.

Was macht ein Pausenbrot gesund?
Mit dem richtigen Pausenbrot können sich Schulkinder bis zum Mittagessen konzentrieren. Das klappt am besten, wenn das zweite Frühstück aus folgenden Komponenten besteht: Kohlenhydrate, Vitamine, Kalzium und Eiweiß. Laut der deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) stecken diese Inhaltsstoffe in einer Zwischenmahlzeit mit Brot, Milchprodukt, Obst oder Gemüse und einem zuckerfreien Getränk. Das ideale Pausenbrot könnte zum Beispiel eine Vollkornschnitte mit gekochtem Schinken und Frischkäse sein. Vitamine liefern Paprikastreifen und Apfelschnitze, Kalzium steckt in Käsewürfeln. Gegen den Durst packen Eltern ihrem Kind eine kleine Wasserflasche in den Schulranzen. Doch diese Beispiel-Brotzeit schmeckt nicht jedem Kind. Kreative Eltern probieren deshalb öfters neue Zusammenstellungen aus.

Brot: Ab und zu die Sorte wechseln
Das gesündeste Brot ist Vollkornbrot. Es enthält wesentlich mehr Ballaststoffe als Weißmehlbrot und macht deshalb länger satt. Besonders fein vermahlenes und saftiges Vollkornbrot akzeptieren Kinder in ihrer Brotbox. Mag der Nachwuchs überhaupt kein Vollkornbrot, dann sind Mischbrot, Roggenbrot oder Körnerbrot gute Alternativen. Wenn Sie häufiger die Brotsorte wechseln, kommt beim zweiten Frühstück keine Langeweile auf. Heute ein Sonnenblumen-Brot, morgen ein Vollkorn-Knäckebrot: Kinder lieben die Abwechslung. Auch ein helles Brot oder Brötchen gehören zu einer gesunden Mischkost.

Wurst oder Käse? Hauptsache wenig Fett
Auf das Brot gehören fettarme Wurst- und Käsesorten sowie magere Aufstriche. Dadurch enthält das belegte Brot weniger Kalorien und ist leichter verdaulich. Probieren Sie einmal diese Varianten aus:

  • Wurst: Bierschinken, Kochschinken, Lachsschinken, Putenbrust-Aufschnitt
  • Käse: Butterkäse, Gouda, Edamer, Mozzarella, Tilsiter
  • Aufstrich: Frischkäse, Kräuterquark, Butter oder Margarine (dünn bestrichen)
  • Vegetarisches: Paprikafrischkäse, Hummus, Kresse

Mit einem Salatblatt zwischen Aufstrich und Wurst bleibt das Pausenbrot lange frisch. Nichts weicht auf und ist noch nach zwei Stunden lecker. In Milchprodukten wie Käse und Quarkaufstrichen steckt viel Eiweiß. Das macht satt für die restlichen Schulstunden des Vormittags. Ihr Kind isst keinen Käse? Vielleicht greift es bei einem Milchdrink oder Joghurt lieber zu.

Farbenfrohes Fingerfood als Zugabe
Pinke Radieschen, grüne Trauben, blaue Heidelbeeren: Ein Augenschmaus wird das Pausenbrot, wenn in der Brotbox viel buntes Obst- und Gemüse ist. Kleine Sorten wie Beeren oder Tomaten lassen sich wunderbar snacken und liefern Vitamine. Kinder essen Obst und Gemüse lieber, wenn es handlich oder mundgerecht geschnitten ist. Deshalb besser Cocktailtomaten oder Gurkensticks mitgeben anstatt eines großen Apfels. Kleine Häppchen haben den Vorteil, dass sie einfach zu essen sind. Die große Pause dauert zwanzig Minuten. Da bleibt keine Zeit, hart gekochte Eier zu schälen.

Am liebsten selbst ausgesucht
Kindergartenkinder geraten in Verzückung, wenn sie in ihrer Brotbox ein Männchen aus Gemüsescheiben finden. Schulkindern ist es wichtiger, dass sie selbst entscheiden können, was sie in der Pause essen. Mama kann sich somit den Aufwand sparen, originelle Brotzeiten zu packen. Viel besser ist es, wenn das Kind die Brotsorte, Gemüse und Obst selbst aussucht. Vielleicht hat es dann einmal Lust, das Pausenbrot selbst zu packen. Das fördert die Selbstständigkeit und entlastet eilige Eltern am Morgen.

Ist Süßes in Ordnung?
Geht es nach dem Geschmack des Nachwuchses, müssen Süßigkeiten in die Brotzeit rein. Ein Kind, dass eine Packung Gummibärchen mit den Klassenkameraden teilt, ist schnell beliebt. Zucker liefert zwar Energie, der Blutzuckerspiegel fällt jedoch rasch ab und es kommt zu Heißhunger. Müsliriegel enthalten ebenfalls viel Zucker und machen nicht lange satt. Gesündere Alternativen sind Trockenobst oder Nüsse. Süßigkeiten in der Schule komplett zu verbieten ist aber auch keine Lösung. Das
macht Naschereien nur noch attraktiver. Es spricht deshalb nichts dagegen, wenige Knabbereien und Süßes gelegentlich als Überraschung mitzugeben. Ein paar Kekse oder Salzbrezeln neben dem Vollkornbrot zaubern ein Lächeln.

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Abgetrennt und Aufgespießt: Alles gut verpackt
Selbst die abwechslungsreichste Brotzeit wird unappetitlich, wenn auf dem Schulweg alles durcheinander wirbelt. Mit Alu- und Frischhaltefolie passiert das nicht. Beide Einwegverpackungen sind jedoch nicht gut für die Umwelt. Besser sind Brotzeitboxen mit vielen Einschüben zum Abtrennen der Speisen. Auch mit Muffinförmchen aus Silikon bleibt alles an seinem Platz. Oder Sie spießen Brotscheiben, Mini-Frikadellen und Gemüse auf einen Schaschlikspieß – ein leckerer Snack, der nicht verrutscht.

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